Kontrastmittel vorsichtig einsetzen
Nierenversagen nach Röntgen-Untersuchung vorbeugen
Wiesbaden - Der Einsatz von Kontrastmitteln bei Röntgenuntersuchungen kann die Funktion der Nieren stören. Zwar sind die Probleme meist vorübergehend. Doch in 30 Prozent der Fälle führen sie zu einem bleibenden Schaden - bis hin zu einem lebensgefährlichen Versagen der Nieren. Wissenschaftler suchen deshalb nach Wegen, diesen Komplikationen vorzubeugen. Welche Medikamente sich dafür eignen, erörtern Spezialisten auf dem 115. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), der vom 18. bis 22. April 2009 in Wiesbaden stattfindet.
Ärzte nutzen Kontrastmittel in der Röntgendiagnostik, bei Magnetresonanztomografien (MRT) und Computertomografien (CT). Mit ihrer Hilfe lassen sich Strukturen und Funktionen des Körpers besser darstellen. Zudem erlauben sie es Diagnostikern, sicherer zwischen gesundem und krankhaft verändertem Gewebe zu unterscheiden. Doch Kontrastmittel haben - wenn auch selten - Nebenwirkungen. Bestimmte Röntgen-Kontrastmittel können zum Beispiel die Nierenkanälchen schädigen und dazu führen, dass sich die Gefäße der Niere verengen. Diese "Kontrastmittel-Nephropathie" verringert innerhalb von drei Tagen nach der Untersuchung die Funktion der Nieren.
Wie hoch das Risiko bei der Verwendung von Kontrastmitteln ist und wie sich ein Schaden an der Niere vorbeugen lässt, diskutieren Experten in einem Symposium und einer Pressekonferenz im Rahmen des 115. Internistenkongresses in Wiesbaden.
Terminhinweis:
Mittwoch, 22. April 2009, von 11.00 bis 12.00 Uhr
Mittags-Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)
Saal 12 D in den Rhein-Main-Hallen, Friedrich-Ebert-Allee, 65185 Wiesbaden
Eines der Themen: Nierenschäden durch Röntgenkontrastmittel: Wie können Bicarbonate helfen?
Referentin: Professor Dr. med. Christiane Erley







