Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen
Risiken für Herz und Kreislauf nicht isoliert behandeln
Wiesbaden - Die Behandlung eines Risikofaktors für Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt nicht zwingend dazu, dass auch das Infarkt- oder Schlaganfallrisiko abnimmt. Zum Beispiel hat ein Diabetiker trotz gesenktem Blutzuckerspiegel ein erhöhtes Infarktrisiko und auch die Senkung des Blutdrucks mindert die Gefahr nur geringfügig. Wie sich Herz-Kreislauf-Erkrankungen dennoch wirksam vorbeugen lassen, diskutieren Spezialisten im Rahmen des 115. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Die Tagung findet vom 18. bis 22. April 2009 in Wiesbaden statt.
Um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirksam zu senken, sei laut Professor Dr. med. Eberhard Windler vom Universitätsklinikum Hamburg- Eppendorf in der Regel eine Kombination von mehreren Therapien notwendig. Effektiver als die Reduktion von Blutzucker oder Bluthochruck sei zudem die Senkung des LDL-Cholesterins, so der Internist, Gastroenterologe und Endokrinologe im Vorfeld des 115. Internistenkongresses. Das gelte besonders dann, wenn ein hoher Cholesterinwert in Kombination mit anderen Risikofaktoren vorliegt.
Noch sinnvoller sei es jedoch, die Ursache der Risikofaktoren anzugehen. In Wiesbaden diskutieren Professor Windler und weitere Experten die Frage, inwieweit Patienten von der Behandlung von Risikofaktoren tatsächlich profitieren. Als Kongressschwerpunkte sind neueste Erkenntnisse über Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall Thema mehrerer Pressekonferenzen im Rahmen des 115. Internistenkongresses.
Terminhinweise:
Pressekonferenzen im Rahmen des 115. Internistenkongresses
Eröffnungs-Pressekonferenz
der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)
Sonntag, 19. April 2009, von 11.00 bis 12.00 Uhr
Saal 12 D in den Rhein-Main-Hallen, Friedrich-Ebert-Allee, 65185 Wiesbaden
Themen und Referenten:
Der 115. Internistenkongress:
Thematische Schwerpunkte, Highlights und die Anliegen der DGIM
Professor Dr. med. Rainer E. Kolloch, Bielefeld
Alte im "Medikamentendickicht" - zu viele Tabletten für betagte Hochdruck- und KHK-Patienten?
Professor Dr. med. Cornel Sieber, Nürnberg
Evidenz: Was bringt die Behandlung von Herz-Kreislaufrisiken wirklich?
Professor Dr. med. Eberhard Windler, Hamburg
Chronisch obstruktive Bronchitis: Neues zur Behandlung der COPD in Sicht?
Professor Dr. med. Michael Pfeifer, Regensburg
Bluthochdruck regulieren über die Niere: Welche aktuellen medikamentösen Ansätze bietet das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System?
Professor Dr. med. Thomas Unger, Berlin
Mittags-Pressekonferenz der
Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
Montag, 20. April 2009, 13.00 bis 14.00 Uhr
Saal 12 D in den Rhein-Main-Hallen, Friedrich-Ebert-Allee, 65185 Wiesbaden
Themen und Referenten:
Bluthochdruck als Todesursache Nummer 1: Welche Rolle spielen außerdem Schäden an Auge, Niere oder Herz für das Risiko jedes Einzelnen?
Professor Dr. med. Rainer E. Kolloch, Bielefeld
Tod auf dem Sportplatz, Sport im Alter: Wie viel kann ich mir zumuten und was macht der Blutdruck?
Professor Dr. med. Martin Halle, München
Schlaganfall: Keinen zweiten riskieren durch frühe Sekundärprophylaxe
Professor Dr. med. Roman Haberl, München
Kampf gegen Fettsucht und Übergewicht: Sind Medikamente hier verschwendet und wann hilft eine Operation?
Professor Dr. med. Gerald Klose, Bremen
Die weiße Gefahr: Weniger Salz für alle
Professor Dr. med. Joachim Hoyer, Marburg
Professor Dr. med. Hans-Peter Schuster, Hildesheim
Pressekonferenz der Korporativen Mitglieder der
Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
"Innovation in Deutschland -
Was wurde aus der einstigen Apotheke der Welt?"
Dienstag, 21. April 2009, 12.30 bis 13.00 Uhr
Saal 12 D in den Rhein-Main-Hallen, Friedrich-Ebert-Allee, 65185 Wiesbaden
Themen und Referenten:
Aktuelle Entwicklung der deutschen pharmazeutischen Industrie im globalen Kontext
Dr. med. Franz-Josef Wingen, Leverkusen
Medikamente made in Germany: Gibt es einen Innovationsstandort Deutschland?
Dr. Norbert Gerbsch, Berlin
Das Ende der einstigen Apotheke der Welt?
Universitäts-Professor Dr. Norbert W. Paul, Mainz
Mittags-Pressekonferenz der
Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
Dienstag, 21. April 2009, 13.00 bis 14.00 Uhr
Saal 12 D in den Rhein-Main-Hallen, Friedrich-Ebert-Allee, 65185 Wiesbaden
Themen und Referenten:
Ausblick auf den 116. Internistenkongress
Professor Dr. med. Jürgen Schölmerich, Regensburg
Borreliose in Deutschland: Hysterie oder ernsthafte Bedrohung?
Professor Dr. med. Peter Herzer, München
Spenderblut ist knappes Gut - neueste Erkenntnisse zur Bluttransfusion
Professor Dr. med. Lothar Engelmann, Leipzig
Medizin zwischen den Geschlechtern: Schlagen Frauenherzen anders?
Professor Dr. med. Vera Regitz-Zagroseck, Berlin
Professor Dr. med. Hans-Peter Schuster, Hildesheim
Mittags-Pressekonferenz der
Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
Termin: Mittwoch, 22. April 2009, 11.00 bis 12.00 Uhr
Saal 12 D in den Rhein-Main-Hallen, Friedrich-Ebert-Allee, 65185 Wiesbaden
Themen und Referenten:
Resümee 115. Internistenkongress
Professor Dr. med. Rainer E. Kolloch, Münster
Evolution in der Medizin: Wie hilft sie uns, Krankheiten zu verstehen?
Professor Dr. med. Detlev Ganten, Berlin
Magersucht in der internistischen Praxis: Lassen sich Essstörungen ohne Psychiater therapieren?
Professor Dr. med. Manfred Fichter, Prien am Chiemsee
Nierenschäden durch Röntgenkontrastmittel: Wie können Bicarbonate helfen?
Professor Dr. med. Christiane Erley, Berlin
Neueste Erkenntnisse über Begleiterkrankungen:
Herz- und Nierenversagen bei Diabetes
Universitäts-Professor Dr. med. Dr. h. c. Diethelm Tschöpe, Bad Oeynhausen
Professor Dr. med. Hans-Peter Schuster, Hildesheim
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Anne-Katrin Döbler/Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
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